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Großspeicher für die Nutzung von Abwärme bei der Stadtreinigung Hamburg

Die Installation eines Wärmespeichers von Haase hat sich für die Hamburger Stadtreinigung (SRH) gelohnt. Nach dem Umbau der Heizungsanlage kommt nun die bislang ungenutzte Abwärme aus dem Serverraum zum Einsatz. Diese dient der Erwärmung von Dusch- und Trinkwasser und unterstützt zudem die Heizungsanlage. Gleichzeitig sichert die effektive Abwärmenutzung die bislang aufwendige Kühlung des Serverbetriebs. Durch die Erneuerung der Anlage konnte die Stadtreinigung Hamburg im vergangenen Jahr 500.000 Kilowattstunden und damit 81 Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht in etwa dem Wärmebedarf von 90 modernen Reihenhäusern.

Der Großteil des Warmwassers wird täglich zwischen 13 und 15 Uhr von den rund 500 Mitarbeitern von Müllabfuhr, Stadtreinigung und Werkstätten verbraucht. Dann laufen 68 Duschen auf Hochtouren. Während der Wärmespeicher 24 Stunden am Tag mit Abwärme aus dem Serverraum gespeist wird, findet die Entladung des Warmwassers in nur zwei Stunden statt. Dieser Umstand fordert einen vergleichsweise großen Wärmespeicher. Der Haase-Großspeicher hat ein Volumen von immerhin 30.000 Litern und wurde speziell auf die Anforderungen der Stadtreinigung abgestimmt. Standardwärmespeicher mit 1.000 oder 2.000 Litern Fassungsvermögen wären dieser Aufgabe nicht gewachsen.

Der Aufstellraum ist nur schwer zugänglich, weshalb ausschließlich eine Vor-Ort-Montage und damit der Haase-Großspeicher in Frage kam.

Diplom-Ingenieur Dominik Iskenius-Eggers, der das Projekt von Anfang an betreut hat, bringt auf den Punkt, wie erfolgreich diese Investition für die Stadtreinigung Hamburg ist: "Mit diesem Beispiel wird das häufig benutzte Argument 'Ökologie rechnet sich nicht' gründlich widerlegt. Der Warmwassebedarf kann ganzjährig über das Rechenzentrum gedeckt werden, so dass das Heizungsnetz im Sommer komplett abgeschaltet werden kann", so Iskenius-Eggers weiter.

Der Klimaschutzbeauftragte der SRH, Dr. Stefan Lübben, führt noch aus: "Das Projekt war erfolgreicher, die Einsparungen waren wesentlich höher, als wir vermutet hatten." So konnten die früheren Berechnungen mit einer Amortisationszeit von zehn Jahren auf etwa drei Jahre korrigiert werden.

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Der Großspeicher (Typ T 440-293) mit einem Durchmesser von 4,40 m und einer Höhe von 2,80 m hat ein Volumen von 30.000 Liter.

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